Die Tiefen der Wälder

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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Adrian am Mi Aug 27, 2014 7:51 pm

Scheiße! Kam es Adrian, der auf Eleths Einwand hin sofort stehen blieb und demonstrativ die Arme vor der Brust kreuzte. „Ich weiß, ich will euch nur den Rücken frei halten!“ kam es überzeugender von Adrian, als von einem jeden fanatischen Adelstreuen kommen könnten. Allerdings hatte er sich alleine schon in seiner Aussage dass man doch gehen wollte zu sehr verstrickt. Da half nur überspielen und überaus männlich wirken. Jepp das war the way of a Badass... oder so...
Das Getuschel hinter sich verstand der Hüne nicht, aber er war auch ehrlich gesagt froh darüber. Er versuchte nur eine ernste Miene zu machen und böse in das Grün zu starren. Wie gut das Lavia nicht hier ist. Die würde mich noch Eiskalt auslachen! Wobei was war wenn Lavia in die falsche Richtung gegangen war? Zudem dass es Adrian in den Fingern juckte mal einen Kampf zu bekommen, der länger als 20 Sekunden ging. Sein Blick flog unweigerlich zu den Banditen, den er durch seine Überquerung wahrscheinlich mehrere Knochen gebrochen hatte. Andererseits sind Banditen feige und ich bin nicht sicher vor Pfeilen... Und er hatte vor allem besseres zu tun als sich wegen eines Verdachtes abknallen zu lassen. Zudem: Lavia war seit Jahren in den Wäldern unterwegs gewesen und hatte scheinbar nie die Nähe des Bachlaufes gesucht. Anders konnte sich Adrian nicht ausmalen wie die zartfühlende Halbelfe noch überleben hätte können.

Als der Duellant dann endlich bemerkte, dass im Hintergrund Schritte zu hören waren wand auch er sich von dem grün des Waldes ab um Eleth und dem Kind zu folgen. Das hieß nachdem er sich wieder den Banditen aufgeladen hatte. „Meine Güte. Es wäre echt leichter wenn ich dich einfach killen und zurücklassen würde.“ kam es von Adrian nach einiger Zeit. Allerdings war das sicher nicht sein Stil. In einem Kampf mit scharfen Waffen konnte es zwar passieren dass man jemanden schwer verletzte oder gar tötete, aber der Typ war ausgeknockt. Ihn einfach den Schädel einzutreten oder im nächsten Gewässer zu ertränken würde der Hüne schlicht nicht übers Herz bringen. Zudem das es nicht seine Aufgabe war Menschen zu töten. Er wollte nur allen beweisen, dass er der heftigste Nahkämpfer war der jemals auf den Inseln gelebt hat und nicht zum dunklen Rächer werden.
Zudem dass bald die Häuser in Sicht kamen, also war er seine Last ohnehin bald los. Als dann ein Zottelvieh von einer Kläffthöle angerannt kam verengten sich Adrians Augen allerdings zu einen Schlitz. Es war nicht so dass er Hunde hasste, aber das ständige Gebelle war unangenehm. Vor allem wenn man einen langen Weg hinter sich hatte der von mordenden Mutantenkrüppeln, Banditen, listigen Tieren und bösartigen Fallen gesäumt war. Doch schon bald kam ein Mann angelaufen. Er war alt, die Haut von der Sonne gut gebräunt, aber nicht verbrannt wie man es gelegentlich nach langen Sonnenperioden sah. Die weißen, zotteligen Haaren waren schlecht gepflegt und zeugten entweder von Armut, oder davon dass der Alte sich schlicht nicht mehr um Hygiene scherte. Noch während der Alte mit einer Hacke heranlief und auf den Hund einsprach entschloss sich Adrian seiner Rolle als Führer gerecht zu werden. Er drückte sich an Glen vorbei und übernahm -den ohnmächtigen Banditen noch immer auf der Schulter- das Sprechen. „Ahoi Urgestein.“ begann Adrian auch seine vielleicht nicht gerade sehr höfliche Ansprache. „Ich hoffe euer Wirt hat heute ein neues Fass angezapft und einpaar Betten bereit gestellt. Ach ja und wir haben gleich ein Gastgeschenk mitgebracht.“ und mit diesen Worten hob Adrian kurz seine Schulter auf dem der Verwundete lag, wodurch sein schlaffer Körper etwas zappelte. „Das ist ein Bandit der sich hier in der Gegend herumgeschlichen hat. Den sollte man vielleicht eurem Bürgermeister, oder Richter oder so vorzeigen.“ Adrian fiel mit der Tür ins Haus? Vielleicht, aber verdammt noch mal, er wollte ein verfluchtes Bier und ein verdammt warmes Bett!

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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Eleth am Do Okt 09, 2014 1:16 am

Wenig später...

„Jetzt, nachdem du ein Bier in Aussicht hast... Kümmerst du dich um die Sache mit dem Banditen? Vermutlich musst du noch ein paar Fragen beantworten. - Dann übernehme ich das mit Glen und erkundige mich auch gleich ob Lavia hier ist, oder war.“ Eleth sah zu Adrian hinüber. Sie war der Meinung er könne eine Pause vertragen, er sah ziemlich mitgenommen aus. Scheinbar war er es wirklich nicht gewohnt durch den Wald zu gehen.
Der Junge sah zu der Keltin hinauf, sie wusste genau, dass er nicht hier bleiben wollte. Aber sie hatte ihm bereits erklärt, wie die Sache aussah. Sie konnte ihn nicht mit nehmen, da konnte er noch so treuherzig schauen. Die Keltin war ja schon froh, wenn sie für sich selbst genug verdiente und einigermaßen gut über die Runden kam. Glen wäre in diesem Dorf sicher ganz gut aufgehoben. Vielleicht würde er sogar eine andere Mutter über den Verlust des eigenen Sohnes hinweg helfen. Sie hatte etwas ähnliches schon einmal gehört und beiden hatte die Situation nur gutes gebracht. Also wandte sie sich an den Dorfältesten, der noch vor ihnen stand: „Könnt ihr mir sagen, wer den Jungen aufnehmen würde? Dann kann ich mit ihm gemeinsam entscheiden bei wem er bleiben möchte.“
Der Mann nickte und erklärte ihr den Weg zu zwei Häusern, bei welchen sie sich erkundigen sollte. Sie bedankte sich und nahm den Jungen bei der Hand.
„Wir treffen uns dann im Gasthaus, ja?“ wandte sie sich noch kurz an Adrian. Eigentlich zweifelte sie nicht daran, dass er dort zu finden sein würde. Seine Worte beim erreichen des Dorfes waren schließlich deutlich genug gewesen.
Sie grinste als sie ihm den Rücken zugekehrt hatte und mit Glen dem ersten der bezeichneten Häuser zustrebte. Hoffentlich würde der junge Kelte hier auf freundliche Leute treffen. Dann konnten sie sich auch bald das zerstörte Dorf ansehen und vielleicht noch ein paar der Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Wer hätte das gedacht, sie begann schon in einem „wir“ zu denken. Nein, sie sollte es wohl lieber nicht tun. Adrian und sie hatten zu verschiedene Ansichten. Eigentlich konnten sie sich gar nicht verstehen und vermutlich würden sie sich noch an den Kragen gehen oder ähnliches. Achja, man wusste einfach nie wem man in diesem Wald so begegnete.

Eleth war wirklich froh, als sie Glen bei einem Ehepaar zurückließ, dessen Sohn vor einem halben Jahr gestorben war. Sie hatten noch Kleidungsstücke in fast der richtigen Größe und die Frau hatte den Jungen sofort ins Herz geschlossen. Glen würde hier gut aufwachsen und sicher auch bald Freunde finden. Natürlich würde er seine Erlebnisse nie vergessen, doch konnte eine gute Ersatzfamilie ihm sicher den Schmerz lindern. Er saß am Tisch und löffelte einen Eintopf, als sie sich kurz von ihm verabschiedete.
Dann schritt die Kämpferin dem Gasthaus zu, wo sie sich zuerst noch nach Lavia erkundigte. Nein, eine Person wie sie hatte man hier nicht gesehen. So leicht konnte man die Kleine auch nicht übersehen, also war sie wirklich nicht hier gewesen.
Sie ließ sich eine Mahlzeit bringen und setze sich an einen freien Tisch, von dem sie die Tür im Blick behalten konnte. Eleth fiel in diesem Gasthaus nicht weiter auf, lediglich ihre Waffe erntete den ein oder anderen kurzen Blick. Sie kannte die Ansicht einiger, dass Frauen nicht kämpfen sollten, doch das war ihr gleichgültig. Nun, nah kurzer Zeit waren ihr auch schon genug Blicke zugeworfen worden. Gespannt wartete sie darauf, wie die Leute auf Adrian reagieren würden. Immerhin tauchte ein Kerl wie er hier nicht alle Tage auf und er war nicht nur groß, sondern auch blond und unglaublich dämlich. Genüsslich aß sie ihren Braten und wartete darauf, dass die Unterhaltung begann.
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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Adrian am Di Okt 14, 2014 8:06 pm

„Jow, ich kümmer mich schon darum.“ antworte Adrian noch der Keltin und kaum hatte man sie versorgt konnte auch Adrian sein Balg abgeben. Gut okay, es war etwas größer gewachsen und sicher nicht ansatzweise so gut erzogen worden wie Glen, aber man erkannte den Banditen. Scheinbar hatte er nicht nur ziemlich erfolglos versucht sich eine Bande aufzubauen, sondern war auch noch dämlich genug gewesen Leute unmaskiert zu überfallen und danach gehen zu lassen. Die Verwaltung des Umkreises hatte sogar ein kleines Kopfgeld auf den Mann ausgesetzt, da er trotz seiner unmenschlichen Inkompetenz von Viehdiebstahl bis hin zu Mord so ziemlich alles auf den Kerbholz hatte. Vielleicht hatte man ihn auch einige der Delikte nur zugeschrieben weil er einen zu großen Radau gemacht hatte und sonst kein Täter in Frage kam. Adrian konnte es egal sein, ihm wurde versichert, dass der Typ gut verschnürt und unter Bewachung bleiben würde, bis am nächsten Tag ein Trupp der Adeligen ankommen würde. Die würden ohnehin Steuern abholen und sich sicherlich über einen solchen Fang freuen. Leider, so wurde Adrian versichert, könne man vorher auch das Kopfgeld nicht zahlen, was dieser allerdings nur ablehnte und in einem kurzen Moment des Übermuts den Dörflern vermachte.
Als Mitglied einer hohen Adelsfamilie war Adrian gut finanziert und so viel wie der Typ angestellt hatte konnten sicher so einige eine Entschädigung gebrauchen.

Als dieser ganze offizielle Scheiß dann endlich vorbei war konnte sich der Hüne wichtigerem zuwenden. Wie lange er damit verbracht hatte Formalitäten zu klären und dankbare Hände zu schütteln wusste der Hüne nicht. Ihm war es ehrlich gesagt etwas lästig gewesen, auch wenn er schön heraushängen lassen konnte wer er war. Einen Banditen umzuhauen war jetzt nicht wirklich etwas ruhmreiches oder etwas was seinen Rang als größter Badass diesseits der Stürme bewies.
Umso glücklicher war Adrian, als er endlich das Gasthaus betreten durfte. Viel erhoffte sich Adrian nicht, aber als er eintrat war er dann doch recht begeistert. Breit grinsend sah sich der Duellant um. Seine mit Metallplättchen versehene Jacke war größtenteils Heile, auch wenn die ein oder andere Schramme von den letzten Kämpfen zeugte. Die Handschuhe trug der blonde Hüne offen an seinen Gürtel und unter seinem Kopftuch sahen nicht mehr nur Strähne, sondern gleich die halbe Haarpracht heraus. „Ey Maestro, ich hoffe dein Bier ist gut.“ Rief Adrian dem Barmenschen zu, während er sich zu ihm hinbewegte. Aufgefallen waren dem Hünen neben den halbwegs anständigen Möbel noch einige eher uninteressante Gestalten, ein paar breit gebaute Holzfäller, die Kartenspielend an ihren Tisch saßen und Eleth. „Was heißt hier Maestro?“ fragte der Wirt, noch während er dem Hünen anstarrte. Dieser hingegen zuckte lediglich mit den Schultern. Er hatte das Wort irgendwo aufgegriffen und das hieß irgendwas wie Führer oder so... nur wo hatte er das noch mal her? Theater? Vielleicht auch von einer Schule... Egal „Bekomme ich jetzt zwei Bier?“ murrend schenkte man den Hünen ein, der daraufhin gleich bezahlte und zielstrebig mit seinen Getränken sich zu Eleth aufmachte, die Gläser abstellte und sich ihr gegenüber setzte. „Du hast doch sicher Bock ein paar Schweinen ins Gesicht zu treten, oder?“ fragte Adrian absolut ernst, ehe er sich einen ersten großen Schluck gönnte und dann noch einen und noch einen... Nachdem der Adelige dann das halbe Glas in einem Zug weggeballert hatte setzte er ab und schüttelte sich einmal. Dieser Wohlgeschmack war ihm schon lange genug enthalten gewesen. „Ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber dieser Ort ist mir eindeutig zu Gefährlich für zivilisten. Erst Örrgh, dann dieser Bandit und jetzt die Scheiße die Glen zugestoßen ist.“ Von dem Fuchs und den Fallen mal ganz abgesehen. Wusste Eleth überhaupt von dem Vergewaltiger, welchen der Duellant platt gemacht hatte? Na ja egal, es ging um das Prinzip und auch wenn Adrian wusste, dass er kein Held war und die Welt sicher kein besserer Ort wurde, nur weil man einpaar Typen zurück in ihre frühste Kindheit prügelte, aber es war ein Anfang.

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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Eleth am Mi Okt 15, 2014 12:26 pm

Da kam ja auch Adrian und Eleth wurde darin bestätigt, dass er auffällig war. Doch mehr als einige verwunderte Blicke erntete er nicht. Sie selbst fiel hier nicht im Geringsten auf, sie hätte sogar sehr gut in dieses Dorf gepasst, wenn es ihr nicht zu sehr zutückgezogen gewesen wäre.
"Hmmm," entgegnete sie auf die Frage des Blondschopfes und beförterte erst noch etwas von ihrer herrlichen Mahlzeit in den Mund.
"Wer oder was ist denn bitte Örrgh?" fragte sie dann zwischen zwei Bissen. "Seid ihr dem im Wald begegnet? - Mh, du und Lavia, ihr scheint ja einiges erlebt zu haben."
Wieder landete ein Stück des Bratens in ihrem Mund.

"Falls es dich interessiert, Glen hat eine Familie gefunden die sich um ihn kümmert. Ich hab mir nochmal beschreiben lassen wie sein Dorf aussah und wie die Umgebung aussieht. Mit ein wenig Glück könnte ich es wohl finden und sehen was dort passiert ist. - Der, ähm... Bandit ist gut versorgt nehme ich an?"
Der Wirt brachte ihr endlich den versprochenen Becher Most und sie nickte ihm dankbar zu. Genüsslich trank sie einen Schluck und ließ sich den Geschmack auf der Zunge vergehen. Es mochte ein eher einfaches Gasthaus sein, aber Essen und Trinken konnte sich eindeutig sehen lassen.
Sie steckte sich das letzte Stück Braten in dem Mund und lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück, den Becher sinierend in der Hand.

"Aber sonst... Habe ich ganz und gar nichts dagegen ein paar Kerle hinter Gitter zu bringen. Vorausgesetzt, es springt dabei auch eine Kleinigkeit für mich dabei heraus. Immerhin bekomme ich so einen Braten nicht umsonst." Sie machte eine vage Geste zum nun leeren Teller hin. Das Essen und nun der Most stimmten sie gesellig und schenkten ihr gute Laune.
Adrian schien sich ja keinerlei Sorgen um Geld zu machen, so wie er sich gab. Doch sie musste einfach sehen wo sie blieb und nur Almosen zu bringen war da einfach nicht drin.
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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Adrian am Mi Okt 15, 2014 3:42 pm

Das Bier, was Adrian auch für Eleth mitgebracht hatte interessierte die Dame wohl nicht. Stattdessen bekam sie noch einen Becher mit irgendwas anderem gereicht. Bleibt mehr für mich... Dachte sich der Duellant und musste grinsen. Wilde Jahre hatte er mit Trinken und sich prügeln verbracht, bis er es auf die Spitze getrieben hatte und sich nun als den besten Duellanten dieser Welt bezeichnet. Deswegen saufte er wohl auch nicht mehr, man musste Fit bleiben da immer wieder Nachwuchs kam und Adrian würde sicher nicht mehr jünger werden. Doch Eleth schien nicht über Örrgh bescheid zu wissen. „Ein Frauenmörder, der Lavia abgefangen hatte. Ich hab mich um ihn gekümmert.“ Dabei Sprach Adrian bewusst nicht an, wie Örrgh aussah. Es war irgendwie nicht so Heldenhaft wenn man von deformierten Armen sprach, auch wenn der Typ einen Schlag wie ein verfluchter Rammbock hatte. „Das heißt allerdings nicht, dass ich so was gerne mache...“ stellte er dann noch richtig, als ihm auffiel dass seine Worte man auch anders interpretieren kann. „Ich leg niemanden um, wenn es nicht sein muss. Die Behörden arbeiten effizient und alles andere hat meiner Meinung nach irgendwie nicht richtig.“ Adrian nahm es zwar in Kauf einen jeden Gegner schwer zu verletzen oder gar zu töten, aber das war nie sein Ziel gewesen. Kämpfe gerieten nun einmal außer Kontrolle und als Duellant eines Adeligen, oder gar als Verbrecher kannte man das Risiko. Wem das zu viel war sollte sich besser wieder an die Feldarbeit machen!

Dann berichtete Eleth von Glen, was die Stimmung des Adeligen hob. Es war nicht so, dass Adrian sich dem Kind verbunden fühlte, dennoch hatte er Mitleid mit ihm. Wer weiß, vielleicht wirbt er ja irgendwann bei den Adelstruppen an und befriedet den Bachlauf? Gut, epische Rachegeschichten gab es in der Realität selten, aber dennoch wünschte sich Adrian viel Glück für den Kleinen. Zufrieden nickte der Hüne und hob sein Glas. „Dann müssen wir ja nur noch dafür sorgen, dass der Kleine eine gute Umgebung zum Erholen hat, was?“ meinte der Adelige halb scherzend und halb ernst, ehe er das Glas leerte und sich das nächste heranzog. „Der Bandit ist sicher verschnürt in irgendein Lagerhaus gebracht worden. Dicke Holztüren, Eisengitter vor den Fenstern und ein paar Ordnungshüter kommen  morgen vorbei und können ihn gleich abholen. Das heißt wenn sie ihn nicht noch vor Ort hinrichten werden.“ Adrian zuckte mit den Schultern. Er hatte den Typen nur ausgeknockt und bei der Flussüberquerung halb den Rücken gebrochen. Der Typ ging ganz sicher nirgends mehr hin und was man mit ihm anstellte war nicht mehr sein Gebiet.
Doch dann sprach Eleth von Geld. „Ich glaub diesen Braten wirst du umsonst bekommen und auf die Banditen wird es sicher auch ein saftiges Kopfgeld geben. Wenn nicht werde ich dich bezahlen und die Vandaris haben schon immer ihre Schulden beglichen.“ kam es spitz von dem Hünen. Eleth war zwar ziemlich Merkwürdig, aber in Ordnung... Und irgendwie Schnuckelig. Nun musste der Hüne wegen was ganz anderem grinsen. Scheinbar tat ihm die Wildnis wirklich nicht gut wenn er jetzt wirklich daran dachte, aber andererseits waren sie beide Singel (zumindest trug sie weder Ring, noch hatte sie einen Mann dabei) und in einem Alter, in dem man eigene Entscheidungen treffen sollte. „Wie sieht es eigentlich mit einer Übernachtung aus? Hast du schon was, oder soll ich mich drum kümmern?“ Das unterschwellige Grinsen und das zwinkern dabei sprach eine eigene Sprache. Andererseits würde er sich auch nicht viel darum machen wenn die Keltin ablehnen würde. Nicht jede verkraftete so viel Mann.

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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Eleth am Mi Okt 15, 2014 5:08 pm

Achja richtig, Lavia... "Lavia war übrigens nicht hier, ich denke sie hat sich anders entschieden. Da sie deiner Aussage nach im Wald lebt, wird sich sich sicher zurecht finden." Damit war für sie der Punkt Lavia abgehakt und erledigt.
Hey, da waren sie sich ja ein einer Sache tatsächlich mal einig! Sie tötete auch nicht leichtfertig und vermied es wo nur möglich. Immerhin waren alle Kinder von Mutter Erde und hatten wie alles ihren Platz in der Welt. Das manche dabei zu Mitteln griffen die nicht recht waren musste natürlich bestraft werden, denn wo kämen sie hin, wenn das jeder tun würde?
Sie trank noch einen genüsslichen Schluck von ihrem Most und lauschte Adrians Worten. Was meinte er damit, den Braten würde sie um sonst bekommen? Sie wusste es nicht, aber sie hatte sicher nicht vor sich diesen einfach zu nehmen. Außer den Fundsachen vor vielen Jahren hatte sie noch nie etwas genommen das sie sich nicht verdient hatte.
Dann meinte der Blondling noch er würde sie bezahlen. Sei zog eine Augenbraue hoch: "Sag mal Adrian, ist deine Familie irgendwie reich oder bekannt? Oder vielleicht auch beides?"
Aber ehe sie noch etwas anderes ansprechen konnte fragte er wegen der Übernachtung.
"Ich werde wohl..." setzte sie an und deutete auf die Tür richtung Wald. Doch dann bemerkte sie sein Grinsen und verzog das Gesicht. Nicht der auchnoch...!
"Komm mir nicht so, sonst werden wir doch noch die Waffen kreuzen!" zischte sie, kippte den Most in einem Zug und stellte den Becher krachend auf dem Tisch ab.
Der Wirt zuckte zusammen und warf den beiden einen erschrockenen Blick zu. Bis eben hatte er sie für angenehme Gäste gehalten.
"Das haben schon zu viele versucht - und meiner Erfahrung mit Engländern, werde ich mich gewiss nicht auf etwas in der Art einlassen." Ihre Stimme war erstaunlich leise, aber schneidend wie ein Messer. In ihren Augen konnte man nacheinander mehrere Gefühle lesen. Zuerst Eckel, dann Furcht und zuletzt Wut.
"Entschuldige, aber nein, ich werde wohl nicht hier bleiben." Das Dorf war friedlich, der Wirt freundlich, sie wollte keinen schlechten Eindruck hinterlassen. Mit verbissenem Blick sah sie starr in Richtung der Tür.
Das Angebot bezahlt Verbrecher zu fangen war verlockend. Adrians Gedanken jedoch offensichtlich und sie schalt sich innerlich, dass sie auch nur einen Moment an eine ernsthafte Kammaradschaft hatte denken können.
"Ich hätte wirklich nichts dagegen ein paar Verbrecher zu fangen. Das wären nicht die Ersten die durch mein Zutun hinter Gittern landen. Aber wenn du denkst ich könnte Gefallen an einer gemeinsamen Nacht finden... Sollte ich wohl besser gleich gehen."
Ihre ganze Haltung war angespannt und dazu bereit auf zu springen. Entweder um zu gehen, oder den Säbel zu ziehen, das hing ganz von der Reaktion ihres Gegenübers ab.
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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Adrian am Mi Okt 15, 2014 6:00 pm

Adrian nickte als es um Lavia ging. „Ich versteh ja nicht wie, aber irgendwie ist sie eine kleine Ewigkeit klar gekommen. Vielleicht ist das irgend so eine dort aufgewachsen und darauf spezialisiert Sache.“ Adrian zuckte mit den Schultern. Es war zwar schade, dass sich die Magierin gegen ein weiteres zusammen reisen entschieden hatte, andererseits hatte Adrian aber während ihrer Anwesenheit so viele Probleme bekommen, wie schon Jahre zuvor nicht mehr. Doch dann fragte die Frau noch nach Adrian. „Man merkt echt, dass du keine Engländerin bist. Wir Vandari gehören zu einem der größten Adelsgeschlechtern überhaupt. Unseren Sitz haben wir in Bolten und neben unserem Einfluss haben wir auch eine recht große Militärgeschichte und bla. Wirklich interessiert hat es mich auch nie, aber so halb bekommt man halt ständig was vorgesetzt, während sich auf einem Bankett alle darüber Unterhalten muss wie Großartig alles doch ist.“ Adrian sprach absichtlich abfällig darüber. Für ihn waren diese ganzen Affen nicht mal die extrafeinen Hosen wert die sie trugen. Irgendwelche Typen die Glück bei der Geburt hatten und sich jetzt auf ein göttliches Recht beruften. Tzee!
„Aber mein Onkel Lumor weiß meine Tätigkeiten zu schätzen. Dadurch das ich vom gleichen Blut wie er bin und selbst bezahlten Waffenmeistern die Nase verbiegen kann bin ich für ihn wohl so was wie eine wandelnde Werbetafel geworden. Du weißt schon, die tuffen Typen, die nicht nur Kohle, sondern auch Mukkies haben und so.“ Das war allerdings nur eine nette Dreingabe für Adrian. Er bekam ein großzügiges Gehalt während er sich auf der Suche nach neuen Herausforderungen machte und dabei immer besser wurde. Alleine wenn der Adelige daran dachte wie viele gute Kämpfer er getroffen hatte, die niemals in den Diensten der Adeligen stehen würden.

Doch schon rastete Eleth aus wie eine Furie. „Das mit den Waffen kreuzen wird schwierig!“ meinte Adrian der mit einer Geste an seinen Gürtel zeigte. Da Adrian blöderweise saß und es deswegen für Eleth auch so aussehen könnte das er auf was ganz anderes zeigte verdrängt er dabei. „Mit meinen Handschuhen kann ich nur mit der Faust angreifen und ich werde dir ganz sicher keine Knochen brechen, nur weil du dich gerade Aufregst.“ kam es von Adrian, doch das gezische ging weiter. Herrje, er hatte ihr eine Nacht mit ihm angeboten, keinen Heiratsantrag gemacht. Wie konnte man bei so einem Thema nur so schnell ausrasten? „Aber wenn du nicht willst ist das kein Problem. Du solltest dich wirklich nicht so aufregen.“ kam es absolut entspannt von dem Adeligen. Das war nicht sein erster Korb und wo eine Tür zufiel ging auch irgendwo ein Fenster auf. So wild war das alles doch gar nicht.
Doch Eleth ging mit ihren gezetter weiter und redete davon das ihr eine Nacht mit ihm wohl nie in den Sinn kommen könnte. Also so ist sie drauf... Scheinbar hatte Eleth da doch andere Vorlieben. Mhhhh... ob sie es besonders schade findet dass Lavia nun nicht mehr da ist?
Bei dem Gedanken musste Adrian unweigerlich grinsen, auch wenn Eleth gerade über das gehen redete. „Jetzt komm doch mal runter und trink noch was. Morgen gehen wir dann ein paar Banditen klatschen und wenn ich wirklich derart eklig bin kannst du dich auch mit dem Kopfgeld aus dem Staub machen. Glen hat ein paar Arschlöcher weniger um sich und du würdest ein hübsches Sümmchen machen. Gewinnen würde dabei jeder.“ Argumentierte Adrian. Klar, irgendwie war es schon schade, dass ausgerechnet jemand, der im Wald lebte derart verkrampft war, aber andererseits sah Eleth auch nicht so gut aus, dass er ihr noch Jahre hinterherheulen würde.

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Re: Die Tiefen der Wälder

Beitrag von Eleth am Mi Okt 15, 2014 7:33 pm

"mmhh" zu den Erklärungen über seine Familie sagte sie nichts. Sie konnte mit so etwas wie Adelsfamilien, Bankette und dergleichen nicht im Geringsten entwas anfangen. Sowas gehörte in die großen Städte und da sollte es bitte auch bleiben.
Sein Onkel schickte ihn los? Na sie konnte sich fst denken warum... Ein Grinsen stahl sich auf ihr Gesicht. Vermutlich fand er Adrian genau so unausstehlich wie sie es manchmal tat. Sie könnte diesen Onkel Lumor jedenfalls verstehen wenn es so wäre.

Adrian schwafelt etwas, das sie wohl beruhigen sollte. Doch ihre Gedanken waren nun schon auf das heikle Thema gerichtet. Sie würde also auf jedes kleinste Zeichen reagieren und dann wäre sie weg, mit oder ohne Geld, wie er ihr zuletzt noch vorschlug.
Äußerlich entspannte sie sich jedoch wieder und bedeutete dem Wirt ihr noch einen Becher zu bringen.
"Das heißt, du hattest noch nie Geldsorgen."
Von der Zweideutigkeit seiner Geste zum Gürtel hatte sie glücklicherweise nichts mitbekommen, weil sie ihren Blick starr auf die Tür gerichtet gehabt hatte. Nun versuchte sie es mit einem Themenwechsel und hoffte Adrian würde verstehen warum. Ganz so blöde konnte er ja wohl nicht sein, oder?
Sie bekam ihren Becher mit Most und trank erstmal einen kräftigen Schluck.
"Ich glaube solche Leute, wie du sie da beschreibst würd ich auch nicht gerne um mich haben. 'Oh schau mal, ist meine neues Kleid nicht wunderschön?'" spöttisch zupfte sie sich an der Kleidung und verzog das Gesicht.
"Ich kanns mir nur zu gut vorstellen."

Die Männer, die mit Kartenspielen beschäftigt waren warfen ihnen auf einmal Blicke zu und begannen zu tuscheln. Eleth bemerkte ein anzügliches Grinsen von einem der mit Blick in ihre Richtung saß und ihre Augen verengten sich. Waren denn alle Männer gleich?! Sie wandte den Blick demonstrativ ab und trank noch etwas von ihrem Most.
Also war das Thema doch noch nicht ganz beendet.
"Schau sie dir an," forterte sie Adrian auf. "Besonders der im grünen Hemd. So sehen sie mich alle an, alle!" sie klang verbittert und etwas angeekelt.
"Haben sie irgend einen Grund das zu tun? - Ich mein, die kennen mich doch nichtmal."
Man merkte ihr deutlich an, dass ihr unwohl war, auch wenn sie es doch eigentlich gewohnt sein sollte. Aber das war ja der Grund, warum sie gerne allein im Wald unterwegs war.
"Seid ihr eigentlich diejenige, die man 'Die Frau mit dem Kragen' nennt?" fragte der Wirt, der ihr gerade mit einem Lächeln noch einen Becher Most brachte.
Verwirrt blickte Eleth zu ihm auf und nickte: "Ich glaube so nennen mich manche, warum?"


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